"); /*]]>*/
Visit Citebite Deep link provided by Citebite
Close this shade
Source:  http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/so-lohnend-ist-das-erste-abokonzert-2016-in-der-tonhalle-id11470805.html#plx790757555
Das aktuelle Wetter Düsseldorf 7°C
Tonhalle

So lohnend ist das erste Abokonzert 2016 in der Tonhalle

17.01.2016 | 19:00 Uhr
So lohnend ist das erste Abokonzert 2016 in der Tonhalle
Ein außergewöhnliches Hör-Event istdas erste Tonhallen-Abokonzert auch deshalb, weil Symphoniker und Musikverein von John Fiore dirigiert werden.Foto: Susanne Diesner

Düsseldorf.   Die Symphoniker kredenzen das selten aufgeführte Shakespeare-Drama „Sturm“ als Hörspiel – ein intensives Erlebnis dank toller Musiker und Schauspieler.

Das Shakespeare-Drama „Sturm“ als melodramatisches Hörspiel? Untermalt mit stimmungsvoller Programm-Musik und verziert mit einigen dahinfließenden Arien? Warum nicht! Zumindest war Jean Sibelius einst fasziniert vom Schicksal des Zauberers Prospero und vom schwirrenden Luftgeist Ariel. Und schrieb die Bühnenmusik „Stormen“, in dem auch Chor und vier Opernsänger zum Einsatz kommen. Dieses extrem selten aufgeführte Opus kredenzen die Symphoniker in der Tonhalle im ersten Abokonzert im neuen Jahr.

Ein intensives Hör-Erlebnis entsteht, dank der Dialog-Fassung von Laura Olivi: In 36 Nummern treten zentrale Figuren auf. Prospero, Miranda, das Monster Calibran, König Alonso und Ferdinand. Dargestellt von drei wandlungsfähigen Schauspielern, die das Publikum mit auf die Reise in eine schillernde Märchenwelt nehmen. Allen voran der durch TV und Theater bekannte Johann von Bülow (Neffe von Loriot), der letzte Woche noch in einer zwielichtigen Rolle in einem ARD-Krimi zu sehen war. Von Bülows biegsame, musikalische Sprechstimme und Sibelius’ schwelgerische Streicherpassagen passen glänzend zueinander, finden zu einer Harmonie.

Dirigent Fiore weiß mit romantischen Werken umzugehen

Ein außergewöhnliches Musik- und Hör-Event bieten die Symphoniker auch, weil sie (und der sauber intonierte Musikverein) mal wieder von John Fiore dirigiert werden. ‚Big John’, wie ihn seine immer noch zahlreichen Fans nennen, mittlerweile Chef des renommierten Opernorchesters in Oslo, beweist einmal mehr, wie emotional und rhythmisch sicher er mit Werken der Romantik umzugehen weiß. Klar, dass der herzliche Applaus neben Darstellern und Orchester besonders dem ehemaligen Super-GMD (Oper und Tonhalle) galt. Sein genussvolles, aber präzises Dirigieren, seine ausgebreiteten Arme, seine feinnervige Musikalität – all’ das versetzt Opern- und Konzertfreunde in eine Fiore-Nostalgie.

Dominiert werden die fünf Akte zwar von den Erzählern und Darstellern, weil neben von Bülow sich auch Stefan Wilkening (als gutmütiger Prospero) und Laura Maire (als jugendlich aufblühende Tochter Miranda) in die dramatischen Stürme hineinsteigern. Doch auch die Symphoniker beweisen Qualität in den Zwischenspielen und sausenden Winden, selbst in den manchmal süßlichen Orchester-Passagen, die mal an Tschaikowski, dann wieder an triviales Breitwand-Format à la Hollywood erinnern. Da bleibt kein Auge trocken. Dafür sorgt Fiore, der die Streicher so gerne glitzern und schwärmen lässt.

Es gibt noch Restkarten für das Abokonzert

Zum Gelingen des „Sturm“-Projekts tragen auch Opern-Solisten bei, darunter die finnische Mezzosopranistin Tuija Knihtilä mit ihren weich strömenden Ariel-Arien und James Martin, der mit seinem charaktervollen, manchmal lyrischen Bariton das Lied des Monsters Caliban anstimmt.

Das Konzert findet am Montag um 20 Uhr in der Tonhalle statt. Restkarten gibt es unter Tel.: 0211/8996123.

Michael-Georg Müller

Kommentare
Fotos und Videos
article
11470805
So lohnend ist das erste Abokonzert 2016 in der Tonhalle
So lohnend ist das erste Abokonzert 2016 in der Tonhalle
$description$
http://www.derwesten.de/staedte/duesseldorf/so-lohnend-ist-das-erste-abokonzert-2016-in-der-tonhalle-id11470805.html
2016-01-17 19:00
Düsseldorf